Rauminstallationen
Das Herzstück des Kunstraum Buchberg bilden achtzehn raumbezogene Kunstprojekte. Die Künstler und Künstlerinnen nutzten für ihre Arbeiten das vielfältige Angebot unterschiedlicher räumlicher Situationen in den Gärten, Höfen, Türmen, Zimmern und Gängen der weitläufigen Anlage.
Ihre künstlerischen Interventionen reagieren auf den vorgefundenen Kontext und verändern gleichzeitig die Ausgangslage für die folgenden Konzepte. Nicht zuletzt üben auch die Restaurierungsarbeiten und vor allem aber deren Stil einen starken Einfluss auf den Charakter des Kunstraums aus – auch dann, wenn diese Maßnahmen in betont langsamen und zurückhaltenden Schritten erfolgen. Es herrscht ein sensibles Gleichgewicht zwischen Erneuerung und Verfall, das nicht nur einen Einfluss auf die künstlerischen Konzepte ausübt, sondern auch deren Rezeption. Diese beeinflusst - abgesehen von der individuellen Befindlichkeit der BesucherInnen - vor allem auch die starke Wirkung der Jahreszeiten und des Wetters, der Tageszeit und der Lichtstimmung. Abhängig von der jeweiligen Konstellation dieser Faktoren tritt der eine oder andere der obgenannten Aspekt stärker hervor, der Landschaftsraum oder der architektonische Raum, der Geschichtsraum oder der Lebensraum, der Kunstraum oder der Interpretationsraum. Das sich situationsbedingt ständig verändernde Verhältnis dieser kontrastreichen Faktoren verleiht dem Ganzen eine jeweils unverwechselbare Farbe.